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Felsenkirschen-Gebüsche

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Felsenkirschen-Gebüsche

In sehr wärmebegünstigter Lage an südexponierten Hängen und bei sehr flachgründigem, felsigen Untergrund können nur noch wenige holzige Pflanzen existieren. Die Wasserversorgung ist schlecht und im Sommer können extreme Temperaturen auftreten. Das Foto zeigt einen solchen Standort am Mittelrhein.

Zum Lebensraumtyp gehören niedrige und im Sommer Laub abwerfende Gebüsche und natürliche Waldmäntel auf basenreichen oder auch silikatischen Böden. Vorherrschende Pflanzenarten sind die namensgebende Felsenkirsche (=Stein-Weichsel, Prunus mahaleb) und z.B. Gewöhnliche Schlehe (Prunus spinosa), Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) oder Zwerg-Kirsche (Prunus fruticosa).

Typische Tierarten sind -standortbedingt - unter den wärmeliebenden Arten zu suchen. Z.B. Smaragdeidechse oder sehr typisch Segelfalter (Iphiclides podalirius) und die Heuschreckenarten Sattelschrecke (Ephippiger ephippiger) und Gestreifte Zartschrecke (Leptophyes albovittata) .

Verbreitung

Verbreitung

Auf basenreichen oder silikatischen, extrem flachgründigen bis tiefgründigen, trockenen bis frischen Böden meist in südexponierter und steiler Lage vor. Gut ausgeprägte Hauptvorkommen gibt es in der Schwäbischen und Fränkischen Alb, dem Moseltal und dem Saar-Nahe-Berg- und Hügelland.

© Verbreitungskarte. Quelle: BfN/BMUB 2013: Nationaler Bericht Deutschlands nach Art. 17 FFH-Richtlinie, 2013; basierend auf Daten der Länder und des Bundes. Datengrundlage: Verbreitungsdaten der Bundesländer und des BfN. URL: www.bfn.de (zuletzt aufgerufen am: 23.02.2016)


Gefährdung

Bedingt durch den Extremstandort bedarf dieser Lebensraum keine besonder Unterhaltung oder Pflege und kann sich selbst überlassen bleiben. Manchmal handelt es sich jedoch um sogenannte Sekundärstandorte, also beispielsweise um einen brachgefallenen ehemaligen Weinberg in extremer Hanglage. Hier muss der Mensch pflegend eingreifen, um die Felsenkirschengebüsche zu erhalten

Da in der Nähe dieser Standorte oft Weinbau stattfindet, gibt es eine daraus resultierende Gefährdung durch eingetragene Nähstoffe und vor allem Pestizide.

Tagfalter in diesem Lebensraum

Typische Arten

Blauschwarzer Eisvogel
(Limenitis reducta)

Ein seltener und wärmeliebender Waldbewohner Süddeutschlands

Brombeer-Perlmuttfalter
(Brenthis daphne)

Ein seltener Tagfalter mit Vorliebe für Brombeeren

Kleiner Waldportier
(Hipparchia hermione)

Gut getarnter Tagfalter in warmen Kiefernwäldern

Kreuzdorn-Zipfelfalter
(Satyrium spini)

Ein Zipfelfalter mit markantem Silberfleck auf der Unterseite

Segelfalter
(Iphiclides podalirius)

Ein ausdauernder wärmeliebender Flugkünstler unter unseren Tagfaltern



Weitere Arten

Admiral
(Vanessa atalanta)

Einer unser schönsten großen Tagfalter

Baumweißling
(Aporia crataegi)

Der seltene Weißling unter Deutschlands Tagfaltern

Berghexe
(Chazara briseis)

Die Hexe unter unseren Tagfaltern

C-Falter
(Polygonia c-album)

Ein häufiger Tagfalter mit sehr auffällig geformten Flügelrand

Distelfalter
(Vanessa cardui)

Der Wanderfalter unter Alpenüberquerer unter unseren Tagfaltern

Graubindiger Mohrenfalter
(Erebia aethiops)

Ein Mohrenfalter mit grauer Flügelbinde in unseren Mittelgebirgen

Großer Wanderbläuling
(Lampides boeticus)

Ein seltener Besucher aus dem Mittelmeergebiet

Karstweißling
(Pieris mannii)

Ein Zuwanderer unter den Weißlingen mit Hauptverbreitung im Mittelmeergebiet.

Kleiner Kohlweißling
(Pieris rapae)

Ein mittelgroßer Weißling mit Vorliebe für Kohlarten

Kleiner Schlehen-Zipfelfalter
(Satyrium acaciae)

Ein wärmeliebender Zipfelfalter auf Schlehengebüsch

Reals Schmalflügel-Weißling
(Leptidea reali)

Unscheinbarer Weißling mit sehr ähnlichem Verwandten

Reseda-Weißling
(Pontia edusa)

Ein wanderfreudiger Neuankömmling unter den heimischen Weißlingen

Rotbraunes Ochsenauge
(Pyronia tithonus)

Eine wärmeliebende Art unter unseren drei Ochsenaugen

Senfweisling
(Leptidea sinapis)

Ein kleiner Weißling mit ähnlicher Schwesterart in Deutschland

Tagpfauenauge
(Inachis io)

Einer der schönsten Tagfalter Deutschlands

Zitronenfalter
(Gonepteryx rhamni)

Langlebiger Frühlingsbote, der harten Wintern trotzt


Fliegen in diesem Lebensraum

Amphibien & Reptilien in diesem Lebensraum

Heuschrecken in diesem Lebensraum

Wanzen in diesem Lebensraum

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Kenndaten

Name Subkontinentale peripannonische Gebüsche
Natura 2000 40A0*
Häufigkeit selten

Höhenverbreitung


Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/heide-und-buschvegetation/subkontinentale-peripannonische-gebuesche/
Datum: 01.12.2020
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