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Pflanzenfreie Felsküsten an Nord- und Ostsee

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Pflanzenfreie Felsküsten an Nord- und Ostsee

An der deutschen Nordseeküste kommen Steilküsten nur auf Helgoland (Sandsteinküste) und auf den nordfriesischen Geestinseln (Sylt, Amrum) vor. An der Ostseeküste ist der Lebensraumtyp als Moränensteilküste weiter verbreitet.

In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich Kreide-Steilküsten auf der Insel Rügen (Jasmund (Foto) und Wittow). Die wichtigsten Vorkommen des Lebensraumtyps konzentrieren sich in den Gebieten Klützer Winkel, Wismarbucht, Breitling, Salzhaff, Wustrow, Darß, Rügen (Außen- und Boddenküsten), Hiddensee (Dornbusch), Greifswalder Bodden und Strelasund, Greifswalder Oie, Achterwasser und Kleines Haff.

Vegetationsfreie Abbruchkanten und Steilküsten bzw. entsprechende v. a. südexponierte Teilbereiche sind besonders für viele Tierarten sehr bedeutsam und schützenswert. Hautflügler wie Wildbienen und Grabwespen nutzen die offenen Bodenbereiche um ihre Jungen aufzuziehen. Auch Vögel wie die Uferschwalbe legen ihre Brutröhren in den Abbruchkanten an. International bekannt ist der Vogelfelsen der Insel Helgoland, an dem viele seltene Meeresvögel beim Brüten beobachtet werden können: Trottellumme, Tordalk, Dreizehenmöwe und Basstölpel brüten in Deutschland nur dort.


Referenzlisten:

Natura2000: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

EUNIS 2021/22: European Nature Information System (EUNIS; deutsch Europäisches Naturinformationssystem). EUNIS marine habitat classification (Updated version March 2022), EUNIS terrestrial classification (Updated 2021)

EuroVegChecklist: Bergmeier E. (2020) & Mucina et al. (2016)

Bergmeier E. (2020): Die Vegetation Deutschlands – eine vergleichende Übersicht der Klassen, Ordnungen und Verbände auf Grundlage der EuroVegChecklist. Tuexenia 40: 19–32.

Mucina L., H. Bültmann, K. Dierßen, J.-P. Theurillat, T. Raus, A. C arni, K. Š umberová, W. Willner, J. Dengler, R. Gavilán García, M. Chytrý, M. Hájek, R. Di Pietro, D. Iakushenko, J. Pallas, F.J.A. Daniëls, E. Bergmeier, A. Santos Guerra, N. Ermakov, M. Valachovic , J.H.J. Schaminée, T. Lysenko, Y.P. Didukh, S. Pignatti, J.S. Rodwell, J. Capelo, H.E. Weber, A. Solomeshch, P. Dimopoulos, C. Aguiar, S.M. Hennekens & L. Tichý (2016): Vegetation of Europe: hierarchical floristic classification system of vascular plant, bryophyte, lichen, and algal communities. Applied Vegetation Science, Vol. 19, Supplement 1: 1-264.

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, 6. Aufl., Stuttgart: 1357 S.

Delarze R., Gonseth Y., Eggenberg S., Vust M. (2015): Lebensräume der Schweiz. Ökologie - Gefährdung - Kennarten. 3. Auflage 2015. 456 Seiten.

Finck, P., Heinze, S., Raths, U., Riecken, U., Ssymank, A. (2017): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands – dritte fortgeschriebene Fassung 2017. Naturschutz und Biologische Vielfalt 156, 460 S.

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Referenzlisten

Bezüge zu anderen Listen:
Ellenberg & Leuschner (2010)
Finck et al. (2017) 11.01, 11.02, 11.03, 11.04
EUNIS 2021/22 N31, N34
EuroVeg-Checklist
Delarze et al. (2015)
Natura 2000

Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/kuesten-salzvegetation/pflanzenfreie-felskuesten-an-nord--und-ostsee/
Datum: 22.06.2024
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