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Artenarme Hochstaudenfluren auf frischen Böden an Flussufern und in Brachen mit nicht heimischen Arten (Neophyten) wie drüsigem Springkraut und Riesen-Bärenklau

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Artenarme Hochstaudenfluren auf frischen Böden an Flussufern und in Brachen mit nicht heimischen Arten (Neophyten) wie drüsigem Springkraut und Riesen-Bärenklau

Mittlerweile schon seit einigen Jahrzehnten, treten auf frischen Brachen, Flussufern oder in Auen Pflanzenarten auf, die ursprünglich bei uns nicht heimisch waren. Die häufigsten unter ihnen sind das auf dem Foto zu sehende Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) und Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica). Die Arten treten typischerweise in dichten Beständen als Monokulturen auf - mit entsprechenden Konsequenzen für die heimischen Arten -, so dass eine Abgrenzung als eigener Biotoptyp sinnvoll ist.

Besonderheiten

Die oben genannten Arten werden offiziell als invasive Arten bezeichnet. Sie stellen ein Problem dar, weil sie mit ihren Monokulturen heimische Pflanzen verdrängen und dadurch die biologische Vielfalt gefährden. Auch intensive und langjährige Bekämpfung ist oft erfolglos.


Referenzlisten:

Natura2000: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

EUNIS 2021/22: European Nature Information System (EUNIS; deutsch Europäisches Naturinformationssystem). EUNIS marine habitat classification (Updated version March 2022), EUNIS terrestrial classification (Updated 2021)

EuroVegChecklist: Bergmeier E. (2020) & Mucina et al. (2016)

Bergmeier E. (2020): Die Vegetation Deutschlands – eine vergleichende Übersicht der Klassen, Ordnungen und Verbände auf Grundlage der EuroVegChecklist. Tuexenia 40: 19–32.

Mucina L., H. Bültmann, K. Dierßen, J.-P. Theurillat, T. Raus, A. C arni, K. Š umberová, W. Willner, J. Dengler, R. Gavilán García, M. Chytrý, M. Hájek, R. Di Pietro, D. Iakushenko, J. Pallas, F.J.A. Daniëls, E. Bergmeier, A. Santos Guerra, N. Ermakov, M. Valachovic , J.H.J. Schaminée, T. Lysenko, Y.P. Didukh, S. Pignatti, J.S. Rodwell, J. Capelo, H.E. Weber, A. Solomeshch, P. Dimopoulos, C. Aguiar, S.M. Hennekens & L. Tichý (2016): Vegetation of Europe: hierarchical floristic classification system of vascular plant, bryophyte, lichen, and algal communities. Applied Vegetation Science, Vol. 19, Supplement 1: 1-264.

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, 6. Aufl., Stuttgart: 1357 S.

Delarze R., Gonseth Y., Eggenberg S., Vust M. (2015): Lebensräume der Schweiz. Ökologie - Gefährdung - Kennarten. 3. Auflage 2015. 456 Seiten.

Finck, P., Heinze, S., Raths, U., Riecken, U., Ssymank, A. (2017): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands – dritte fortgeschriebene Fassung 2017. Naturschutz und Biologische Vielfalt 156, 460 S.

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Referenzlisten

Bezüge zu anderen Listen:
Ellenberg & Leuschner (2010) 3.6.1.1, 3.6.2.1
Finck et al. (2017) 39.05
EUNIS 2021/22
EuroVeg-Checklist
Delarze et al. (2015)
Natura 2000

Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/ruderalflaechen/artenarme-hochstaudenfluren-mit-neophyten-wie-druesigem-springkraut-und-riesen-baerenklau/
Datum: 25.05.2024
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