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Plumpschrecke (Isophya kraussii)

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Plumpschrecke (Isophya kraussii)

Die (Gemeinen) Plumpschrecken werden 16 bis 26 Millimeter lang, wobei die Weibchen etwas länger sind und einen deutlich plumperen Körperbau haben. Sie haben eine grüne Grundfarbe mit zahlreichen feinen dunklen Punkten, die am Körper verteilt sind. Von den Facettenaugen ausgehend verläuft je eine hellgelbliche Längslinie über den Halsschild und am Flügelrand entlang. Auf der Oberseite sind diese Linien braun gerandet. Die Flügel sind stark zu sehr kleinen Lappen reduziert, die Fühler sind etwa eineinhalb mal so lang, wie der Körper.

Die Cerci der Männchen (Foto) sind basal schwach, zur Spitze hin so stark gekrümmt, dass die Spitzen aufeinander zeigen. Die Legeröhre (Ovipositor) der Weibchen ist an der hinteren Hälfte oben wie unten gezähnt und beidseits gleichmäßig nach oben gekrümmt.

Verbreitung

Verbreitung Isophya kraussii

Die Gemeine Plumpschrecke zeigt bei uns eine ungewöhnliches Verbreitungsbild: sie kommt vorwiegend nördlich der Donau, auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb vor. Darüber hinaus z.B. noch selten im Bereich des Mittelrheins, der Rhön, im Harz und im Osterzgebirge.

© Verbreitungskarte. Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie e.V. (DGfO)


Ökologie

Die ausgewachsenen Plumpschrecken erscheinen bereits früh im Jahr ab etwa Mitte Juni, den Großteil der Tiere findet man aber ab Juli. Man kann einzelne Weibchen bis in den September hinein beobachten.

Plumpschrecken ernähren sich phytophag von weichen und saftigen Pflanzen. Der Balzgesang der Männchen, der nur am Abend und in der Nacht zu hören ist, ist für den Menschen etwa einen Meter weit wahrnehmbar. Dabei werden ein weicher längerer und ein härterer kurzer Laut minutenlang ohne Pause aneinandergereiht. Dies klingt etwa wie sich wiederholende „ss-z“. Während der ein bis zwei Minuten andauernden Paarung stellt das Männchen eine sehr große Spermatophore her deren Gallerthülle das Weibchen mehrere Stunden lang frisst, damit die Spermien in deren Geschlechtsöffnung eintreten können. Die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Grüppchen in den Boden.

Gefährdung

Die Plumpschrecke ist keine häufige Heuschreckenart, die zudem in einem begrenzten Areal Deutschlands vorkommt. Die wird auf der "Vorwarnliste" der gefährdeten Tierarten geführt.

Die Art profitiert von eiener extensive Bewirtschaftung des Grünlandes, d.h. einschürigen, späte Mahd.

Besonderheiten

Die Gemeine Plumpschrecke (Isophya kraussii) wurde lange Zeit als Pyrenäische Plumpschrecke (Isophya pyrenaea) geführt. Mittlerweile gilt sie jedoch als eigenständige Art.

Lebensraum

Offenes Grasland, wie hochwüchsige Trocken- und Magerrasen, aber auch Säume und Böschungen.

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Schnellzugriff

Kenndaten

Ordnung Orthoptera
Familie Tettigoniidae
Art Plumpschrecke
Wiss. Isophya kraussii
Autor Brunner von Wattenwyl, 1878
Rote Liste D V
Häufigkeit selten
Länge 1.6 - 2.6 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Heuschrecken in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/plumpschrecke/
Datum: 24.06.2017
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