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Aland (Leuciscus idus)

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Aland (Leuciscus idus)

Der Aland ist ein Vertreter der Karpfenfische und wird in einigen Regionen auch Nerfling genannt.

Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit den deutlich häufigeren Fischarten Döbel und Rotauge wird er sicher oft nicht als solcher erkannt, sondern taucht mit falscher Artzuordnung in den Statistiken auf. Es lohnt sich daher, die Merkmale genauer anzuschauen:

Der Aland ist - anders als der Döbel - leicht seitlich abgeflacht, die Schuppen sind relativ klein. Entlang des Seitenlinienorgans zählt man 56 bis 58 Schuppen. Weitere Merkmale sind 3,5-5,3 Schlundzähne und ein endständiges Maul.

Die Färbung ist oliv-bräunlich bis gräulich am Rücken, bei älteren Tieren kann ein metallischer Schimmer hinzukommen. Besonders die Bauch und Schwanzflosses sind bei alten Tieren deutlich rötlich gefärbt, bei Jungtieren (Foto) ist dies nicht so deutlich ausgeprägt.

Alande können bis zu 80 cm lang werden.

Verbreitung

In Deutschland verbreitet in den Flusssystemen, welche zur Nord- und Ostsee entwässern, seltener im Donausystem. Nicht sehr häufig gemeldet, aber möglicherweise auch oft übersehen.

Ökologie

Der Aland ist eine typische Art der großen Fließgewässer des Tieflandes, der aber bis in die Barben- und Brachsen-Region vorkommen kann, darüber hinaus auch in größeren Stillgewässern. Jungtiere leben gesellig, adulte sind Einzelgänger. Als Nahrung stehen verschiedene Wirbellose auf dem Speiseplan, mit zunehmendem Alter auch kleine Fische. Pflanzennahrung wird nur selten aufgenommen.

Im Alter von 5-6 Jahren nehmen erwachsene Tiere große Laichwanderungen von über 100 km Distanz auf sich. An den meist kiesig-steinigen Laichgründen sammeln sich die Tiere und die Weibchen kleben ihre Eier an Kies und Pflanzenteilen an. Die Junglarven halten sich zunächst in verschiedenen Uferhabitaten auf. Mit zunehmendem Alter wechseln die Tiere in die stärker strömenden Freiwasserbereich der Flüsse.

Alande können bis zu 15 Jahre alt werden.

 

Gefährdung

Der Aland gilt in Deutschland nicht als gefährdet.

Ursprünglich häufig, war der Alend in den 70er Jahren z.B. im Rhein sehr selten geworden. In den letzten Jahren kommt es jedoch wieder gehäuft zu Nachweisen, und im hessischen Main ist er beispielsweise wieder einer der häufigsten Arten.

Besonderheiten

Im Zoohandel werden gelegentlich helle, orange-goldene Zuchtvarianten des Alands unter dem Namen "Goldorfe" verkauft. Gelegentlich kommen diese Varianten auch in natürliche Gewässer. Sie haben aber aufgrund ihres auffälligen Aussehens kaum eine Überlebenschance, da sie von Fressfeinden leicht erkannt werden.

Alande bastardieren mit dem Rapfen, einer anderen Weißfischart mit ähnlichen Laichhabitaten und -zeitpunkten. Die lebensfähigen Hybride werden in Anspielung auf die unterschiedlichen Eltern als "Ralande" bezeichnet.

Lebensraum

Art der großen Fließgewässer und vereinzelt auch in größeren Seen.

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Aland
Wiss. Leuciscus idus
Autor (Linnaeus, 1758)
Häufigkeit häufig
Länge bis 80 cm
Alter (max.) 15
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/aland/
Datum: 12.12.2017
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