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Wasserskorpion (Nepa cinerea)

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Wasserskorpion (Nepa cinerea)

Aufgrund des markanten Aussehens und der Tatsache, dass der Wasserskorpion der einzige Vertreter seiner Gattung in Deutschland ist, kann man Wasserskorpione kaum verwechseln.

Wasserskorpione erreichen eine Körperlänge von 17 bis 25 Millimetern, zuzüglich eines etwa 10 Millimeter langen Atemrohrs, die Breite liegt zwischen 6 und 10 Millimetern. Die Färbung ist dunkel- bis grau-braun, teilweise auch rötlich. Sie haben kräftige, flache Körper und ein langes, zweiteiliges Atemrohr am Hinterleibsende. Trotz voll entwickelter Flügel wird ihre Flugfähigkeit bisweilen in Frage gestellt. Der Kopf ist klein, dreieckig und mit zwei kugelförmigen Augen sowie mit einem kurzen Saugrüssel ausgestattet. Das Vorderbeinpaar ist zu Fangbeinen umgebildet – diesen und dem Atemrohr verdankt die Wanze auch ihren Trivialnamen. Die Mittel- und Hinterbeine dienen der Fortbewegung, aufgrund fehlender Schwimmborsten ist die Fortbewegung im offenen Wasser jedoch unbeholfen. Eine Luftblase unter den Flügeln ermöglicht dem Tier das Schwimmen an der Oberfläche von tieferen Gewässern, ohne abzusinken.

Der Wasserskorpion ist eine große Wanzenart, die ohne Atemrohr eine Länge von 12 bis zu 23mm erreichen kann.

Verbreitung

Der Wasserskorpion ist in ganz Deutschland verbreitet.

Ökologie

Der Wasserskorpion bevorzugt ufernahe Flachwasserzonen stehender bzw. langsamfließender, schlammiger Gewässer. Zum Beutespektrum gehören Wasserflöhe, aquatile Insektenlarven bis hin zu jungen Kleinfischen und Larven (Kaulquappen) von Amphibien.

Wasserskorpione sitzen an Wasserpflanzen, im Schlamm oder auf alten Blättern, wo sie auf Nahrung lauern. Nähert sich ein Beutetier ihren Raubbeinen, klappt deren Fuß blitzschnell in Richtung Unterschenkel und das Opfer wird eingeklemmt. Die Tiere stechen die Beute mit ihrem Mundrüssel an und saugen diese anschließend aus. Das Atemrohr wird stets in Reichweite der Wasseroberfläche gehalten, es kommt nur selten vor, dass sich Wasserskorpione in tieferen Bereichen von Gewässern oder an Land aufhalten. Wenn sie nicht ansitzen oder ruhen, bewegen sie sich meist im Schreitgang pirschend auf dem flachen Grund fort.

Nach der Paarung im Frühjahr legt das Weibchen 10-20 Eier in verfaulten Pflanzenteilen oder Algenwatten ab. Die Eier besitzen mehrere (meist sieben) Atemfäden, die Kontakt zur Wasseroberfläche haben und der Versorgung mit Sauerstoff dienen. Die zwischen Mai und Juli aus den Eiern schlüpfenden Larven durchlaufen fünf durch Häutungen getrennte Entwicklungsstadien, bis sie etwa im September das Erwachsenenstadium erreichen. Die Überwinterung findet als Imago auf dem Grund von schlammigen Gewässern statt. Die Art kann ein Lebensalter von mehreren Jahren erreichen.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Besonderheiten

Auch wenn sich der Name schlimm anhört, geht vom Wasserskorpion keine Gefahr aus. Wie bei einigen anderen Wanzenarten kann der Wasserskorpion - wenn man ihn in die Hand nimmt oder sonst bedroht - mit sienem Saugrüssel stechen. Der Stich ist nicht gefährlich, kann aber schmerzhaft sein.

Lebensraum

Im Flachwasserbereich von Gewässern.

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Kenndaten

Ordnung Heteroptera
Familie Nepidae
Art Wasserskorpion
Wiss. Nepa cinerea
Autor Linnaeus, 1758
Rote Liste D -
Häufigkeit mittel
Länge 1.2 - 2.3 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Wanzen in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/wanzen/nepa-cinerea/
Datum: 11.12.2017
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