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Dunkler Alpenbläuling (Plebeius glandon)

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Dunkler Alpenbläuling (Plebeius glandon)

Der Dunkle Alpenbläuling (Plebejus glandon) erreicht eine Flügelspannweite von etwa 21 bis 25 Millimetern. Die Flügeloberseiten sind bei den Männchen silberblau gefärbt und werden zu den Rändern hin zunehmend braun. Bei den Weibchen herrschen fast einfarbig braune Tönungen mit leicht bläulicher Bestäubung in der Basalregion vor. Die Ausdehnung der Verdunkelung der Oberseite nimmt in höheren Gebirgslagen zu. Sämtliche Flügel haben in der Regel kleine, dunkle Diskalflecke, die manchmal weiß umringt sind.

Beide Geschlechter des Dunklen Alpenbläulings zeigen weiß umrandete schwarze Punkte auf der ansonsten blass graubraunen Flügelunterseite der Vorderflügel, während die Unterseite der Hinterflügel auffällige weiße Flecke und gelegentlich orange farbige Punkte auf der graubraunen Flügelunterseite erkennen lässt. Trotz einer großen, geographisch bedingten Variabilität in der Zeichnung der Flügelunterseiten ist die Art gut von anderen Bläulingsarten zu unterscheiden.

Die erwachsenen Raupen sind von kräftiger grüner Farbe und zeigen eine kurze, dichte, schwarze Behaarung. Auf dem Rücken befindet sich eine Kette roter Flecke. Außerdem besitzen sie an den Seiten dunkle Querstriche sowie rot/weiß geteilte Seitenstreifen. Die Puppe ist graubraun bis gelbbraun gefärbt, hat helle Segmenteinschnitte und graubraune Flügelscheiden.

Verbreitung

Verbreitung Plebeius glandon

Die Verbreitung des Falters beschänkt sich auf den westlichen Alpenbereich Oberbayerns.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Der Dunkle Alpenbläuling erscheint in einer Generation von Juni bis August. Die Falter fliegen in niedrigem, schnellem Flug über karge, vegetationsarme Flächen bis zur Schneegrenze und nehmen gelegentlich Flüssigkeit an Feuchtstellen auf.

Die Raupen ernähren sich regional unterschiedlich. Zu den Hauptfutterpflanzen zählen: Goldprimel (Androsace vitaliana) Stumpfblatt-Mannsschild (Androsace obtusifolia) Bewimperter Mannsschild (Androsace chamaejasme) Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides) Gegenblättriger Steinbrech (Saxifraga oppositifolia). Junge Raupen minieren in den fleischigen Blättern der Futterpflanzen und überwintern klein. Nach der Überwinterung fressen sie an Blüten, Früchten und Blättern. Tagsüber halten sie sich unter Steinen versteckt auf. Dort erfolgt auch die Verpuppung.

Gefährdung

Aufgrund seiner nur sehr lokalen Verbreitung in Deutschland muss die Art für Deutschland als gefährdet bezeichnet werden, auch wenn der Falter sonst in den Alpen noch verbreiteter vorkommt. Man stuft der Dunklen Alpenbläuling offiziell in der Kategorie R (Art mit geographischer Restriktion / sehr selten) ein.

Lebensraum

Bevorzugter Lebensraum des Dunklen Alpenbläulings sind Kurzgrasflächen auf felsigem Untergrund sowie Geröllhalden mit spärlichem Bewuchs in den Alpen.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Lycaenidae
Art Dunkler Alpenbläuling
Wiss. Plebeius glandon
Autor (Prunner, 1798)
Rote Liste D R
Häufigkeit sehr selten
Spannweite 2.1 - 2.5 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Tagfalter in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/dunkler-alpenblaeuling/
Datum: 20.11.2017
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