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Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)

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Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)

Der Blaubandbärbling ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Europa. Das Maul ist klein, oberständig und kann ausgestülpt werden. Kleine Barteln sind nicht vorhanden, aber zur Laichzeit bilden sich beim Männchen helle Warzen am Kopf aus (Foto) - der Laichausschlag.

Der Körper des Blaubandbärbliungs ist leicht hochrückig. Entlang der Seiten kann man vor allem zur Laichzeit je nach Lichteinfall ein bläuliches Band erkennen. Entlang des Seitenlinienorganes zählt der Fachmann 33 bis 38 Schuppen.

Blaubandbärblinge können bis zu 10 cm lang werden.

Verbreitung

Der Blaubandbärbling ist ursprünglich kein heimischer Fisch, sondern wurde durch den Menschen aus Ostasien (Sibirien, Korea, China) eingeschleppt. Zunächst in Osteuropa und um 1970 auch in Deutschland wurde die Art eingeführt; 1984 wurde die Art erstmalig wildlebend nachgewiesen.

Heute kommt der Blaubandbärbling wohl in ganz Deutschland vor.

Ökologie

Der Blaubandbärbling ist sehr robust und kann sowohl hohe Temperaturen, als auch geringe Sauerstoffgehalte in Gewässern gut tolerieren. Dadurch kommt er in vielen Süßwasserlebensräumen vor. Er bevorzugt offenbar gut bewachsene Kanäle, Teiche und Gräben, während andere Autoren eine Bevorzugung kleiner Gewässer sehen, die vegetationsfrei sind aber reich an pflanzlichem Plankton.

Blaubandbärblinge fressen Plankton und kleine Wirbellose, manchmal aber sogar Pflanzenmaterial wie Algenbeläge auf Steinen. Sie leben ca. 3 Jahre und vermehren sich bei günstigen Bedingungen bereits im ersten Jahr. in der Laichzeit März bis Juni werden die Eier in kleinen Portionen auf Steinen, Sand oder Pflanzen geklebt - die Laichgruben werden vorher von Männchen angelegt. Das männliche Tier bewacht danach die Eier und verteidigt sie auch gegenüber deutlich größeren Fischen. Frisch geschlüpfte Jungfische bevorzugen zunächst hohe Wassertemperaturen und geringe Strömung.

 

Gefährdung

Der Blaubandbärbling ist ein eingeschleppter Fisch. Aufgrund seiner hohen Toleranz gegenüber Belastungsfaktoren kann er lokal schnell zu einer dominierenden Fischart werden und damit zu Nahrungskonkurrent für heimische Arten.

Unser Kommentar

Blaubandbärblinge sind vermutlich durch Besatzmaßnahmen in Fischteichen nach Europa gekommen, bei denen die Art als kleiner "Beifang" vorher nicht sauber heraussortiert wurde. Über die Fischteiche gelang sie dann in unsere Gewässer. Auch als Futterfisch für Fischzuchten oder Köderfisch für Angler sind Blaubandbärblinge geeignet. Das hat ebenfalls zu der negativ zu bewertenden Ausbreitung dieser Art in Deutschland beigetragen.

Diese Art ist damit ein Beispiel für negative Auswirkungen von unkontrollierten oder zu unbedachten Maßnahmen im Zusammenhang mit Angeltätigkeit oder Fischwirtschaft.

Lebensraum

Kanäle, Teiche oder kleine Seen. In vielen Habitaten.

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Blaubandbärbling
Wiss. Pseudorasbora parva
Autor (Temminck & Schlegel, 1846)
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge bis 10 cm
Eizahl 340
Alter (max.) 3
Fauna gebietsfremd

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/blaubandbaerbling/
Datum: 26.06.2017
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