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Barbe (Barbus barbus)

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Barbe (Barbus barbus)

Die Barbe ist ein langgestreckter, eher rundlicher Fisch. Sie besitzt eine in der Mitte verdickte Unterlippe, die Rückenflosse ist konkav. Das Maul ist insgesamt deutlich unterständig und mit 2 langen Barteln an der Maulspalte und 2 kürzere Barteln an der vorderen Oberlippe. Jungtiere (Foto) haben feine, dunkle Flecken, welche bei erwachsenen Tieren nicht so deutlich ausgeprägt sind, vielmehr schimmern diese eher bräunlich bis messingfarben.

Wer es genau wissen möchte, der zählt 53-63 relativ kleine Schuppen entlang der Seitenlinie und 12-14 Schuppenreihen zwischen Rückenflossenansatz und Seitenlinie. Die Rückenflosse liegt in etwa über der Bauchflosse. Die Barben können bis zu 90cm groß und 9kg schwer werden.

 

Verbreitung

Die Barbe ist in ganz Deutschland verbreitet und nicht selten.

Ökologie

Barben sind gesellige Fische, die meist in Gruppen leben. Nach dieser Art wurde ein Abschnitt im Mittellauf der Flüsse benannt: die Barbenregion.

Barben scheinen vorwiegend in der Morgen- und Abenddämmerung, sowie in der Nacht aktiv zu sein. Dann kommen sie aus geschützten tiefen Bereichen zur Nahrungsaufnahme in gut überströmte kiesige bis steinige Bereiche des Flussbettes, welche meistens einen niedrigeren Wasserstand aufweisen (z.B. Rauschen). Insgesamt mögen die Tiere hohe Strömungsgeschwindigkeiten. Bei der Nahrungsaufnahme bevorzugen sie ein breites Spektrum von kleinen Insekten, sonstigen Wirbellosen wie Schnecken, aber auch kleine Fische oder pflanzliches Material.

Im Alter von 2-3 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Von Mai bis Juli versammeln sich die Weibchen an gut überströmten Bereichen und legen ihre Eier portionsweise im Kieslückensystem ab. Dabei werden sie meistens von zahlreichen männlichen Tieren begleitet, um die Eier zu befruchten. Es wurden schon bis zu 130 Männchen beobachtet, die an einem Laichvorgang beteiligt waren. Die Junglarven verdriften meistens in flache Uferbereich wo sie ihre Entwicklung fortsetzen. Mit zunehmendem Alter ziehen sie in stärker strömende und tiefere Flussabschnitte.

Barben sind ausgesprochen wanderfreudige Tiere, für die schon bis zu 100km Wanderungen nachgewiesen wurden. Sie überwintern in tiefen - durch die Strömung ausgespülten - Kolken im Fluss.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Die Bindung an die kiesigen Bereiche hat jedoch in der Vergangenheit zu einem gewissen Rückgang der Art geführt, da diese Flussabschnitte besonders durch Gewässerausbau betroffen sind. Das Gleiche gilt für Querverbauungen und anderen Barrieren, diese den Wanderfisch behindern. Barben kommen gut mit den erhöhten sommerlichen Temperaturen (20°C) im Mittellauf der Flüsse zurecht und kompensiert höhere Temperaturen durch Ausweichen in kühlere Bereiche, jedoch werden Temperaturerhöhung um die 30°C nicht mehr überlebt.

Besonderheiten

Die Barbe war im Jahr 2003 in Deutschland Fisch des Jahres.

Aufgrund des grätenreichen Fleisches ist die Barbe kein besonders geschätzter Speisefisch.

Lebensraum

Barben sind charakteristisch für gut strömende Mittelläufe der Flüsse. Eben den "Barbenregionen".

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Kenndaten

Ordnung Cypriniformes
Familie Cyprinidae
Art Barbe
Wiss. Barbus barbus
Autor (Linnaeus, 1758)
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge bis 90 cm
Eizahl 9000
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Süßwasserfische in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/suesswasserfische/barbe/
Datum: 24.05.2017
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