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Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)

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Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)

Große Feuerfalter (Lycaena dispar) erreichen eine Flügelspannweite von 27 bis 40 Millimetern. Beiden Geschlechter sind deutlich unterschiedlich gefärbt: Die Männchen (Foto) haben kräftig orangerot gefärbte Flügeloberseiten, deren Rand fein schwarz gefärbt und kurz, weiß gefranst ist. Auf jedem Flügel haben sie in der Mitte einen feinen, schwarzen strichförmigen Fleck. Auf den Flügeloberseiten der Weibchen dominiert eine dunkelbraune Färbung, der Rand, die Flügeladern und die Hinterflügel, bis auf eine orange Binde nahe dem Außenrand, sind dunkelbraun gefärbt. Am Vorderflügel sind die Bereiche zwischen den Flügeladern dunkel orangerot gefärbt. Diese länglichen Felder weisen jeweils einen markanten, dunkelbraunen Fleck auf, die etwa in der Mitte der Flügel eine fleckige Binde bilden.

Die Unterseiten beider Geschlechter sind gleich gefärbt. Die der Hinterflügel sind grau bis blaugrau und haben eine orange Binde nahe dem Außenrand und zahlreiche schwarze, hell gerandete Punkte. Die Unterseite der Vorderflügel ist blass orange gefärbt, hat ebensolche Punkte und eine braungraue Binde am Außenrand.

Die Raupen des Großen Feuerfalters werden ca. 21 Millimeter lang. Sie haben eine grüne Färbung und zahlreiche, sehr feine weiße Punkte am ganzen Körper verteilt. Sie haben auch eine sehr schwache, dunkle Rückenlinie und nur schwer erkennbare, schräge Striche auf den Seiten.

Verbreitung

Verbreitung Lycaena dispar

Der Große Feuerfalter kann theoretisch überall in Deutschland vorgefunden werden, allerdings liegt 2 Verbreitungsschwerpunkte im Südwesten und Nordosten. Lokale Vorkommen sind i.d.R. klein und isoliert.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Der Große Feuerfalter fliegt in zwei Generationen von Ende Mai bis Juni und August bis September. Die Falter des Großen Feuerfalters saugen an vielen Blütenpflanzen, z.B. Roßminze (Mentha longifolia), Greiskräuter (Senecio spec.) oder Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus, Foto).

Als Futterpflanzen dienen den Raupen verschiedene Ampferarten, z.B. Stumpfblättriger, Krauser und Fluss-Ampfer. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln auf der Oberseite der Futterpflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Raupen fressen auf der Blattunterseite und ruhen auf der Mittelrippe. Die Raupen einer zweiten Generation überwintern als junge Raupen und verpuppen sich erst im nächsten Frühjahr am unteren Teil des Stängels ihrer Fraßpflanze in einer hell gelbbraunen Gürtelpuppe, die kopfüber hängt. Jungraupen fressen Höhlungen in die Blätter und können während der Überwinterung in diesen eine mehrwöchige Überflutung ihrer Pflanze überleben.

Gefährdung

Die Populationen des Großen Feuerfalters sind nahezu überall stark dezimiert worden, sicherlich vorwiegend durch Zerstörung geeigneter Lebensräume. Die Art wurde deshalb auf eine Liste von europaweit zu schützenden Arten gesetzt, deren Lebensräume besonders geschützt werden müssen (Natura 2000, Anhang II). Zumindest im südwesten Deutschlands scheint die wanderfreudige Art stellenweise aber wieder in Ausbreitung begriffen zu sein.

Lebensraum

Große Feuerfalter leben in Nord- und Ostdeutschland oft in Mooren und auf Feuchtwiesen, vor allem in Flusstälern großer Flüsse. In Süddeutschland aber auch auf Brachflächen. Die Falter sind sehr ausbreitungsfreudig und können auch in vielen anderen Lebensräumen sporadisch auftreten.

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Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Lycaenidae
Art Großer Feuerfalter
Wiss. Lycaena dispar
Autor (Haworth, 1802)
Rote Liste D 3
Häufigkeit selten
Spannweite 2.7 - 4 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

Info Bundesländer

Download Artenliste

Tagfalter in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/grosser-feuerfalter/
Datum: 20.07.2017
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