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Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta)

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Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta)

Das Alpen-Wiesenvögelchen (Coenonympha gardetta) erreicht eine Vorderflügellänge von 15 bis 16 Millimetern. Ihre Flügeloberseiten sind graubraun gefärbt, die Vorderflügel sind oft auf der zentralen Fläche heller braun gefärbt.

Die Vorderflügelunterseiten sind lohfarben und am Außenrand grau. Die Hinterflügelunterseiten sind graubraun, im letzten Drittel wird er von einer breiten, weißen Binde dominiert, deren basaler Rand mehrfach und klein gelappt ist, im Gegensatz zum Weißbindigen Wiesenvögelchen, dessen Rand eine deutliche Zahnzacke aufweist. In dieser Binde sitzen außen bis zu sechs sehr unterschiedlich große, weiß gekernte, schwarze Augenflecken. Teilweise sind die Augenflecken stark reduziert oder nur angedeutet. Die unteren fünf von ihnen, falls vorhanden, sitzen Richtung Außenrand und werden meist von der Binde umflossen, der vorderste am Flügelvorderrand befindet sich näher am Diskus, berührt diesen aber im Gegensatz zum Weißbindigen Wießenvögelchen nicht und wird stattdessen noch von der weißen Binde umflossen. Zwischen der Augenfleckenreihe und dem Flügelrand verlaufen eine metallische glänzende und eine orangefarbene Linie. Die Unterseiten der Vorderflügel sind lohfarben und am Außenrand und an der Flügelspitze grau. Die Flügelränder sind cremefarben gefranst.

Man unterscheidet in Deutschland zwei Unterarten (gardetta und darwiniana), welche sich leicht in der Färbung und der Anordnung der Flecken unterscheiden und auch in unterschiedlichen Höhen ihren Verbreitungsschwerpunkt haben. Allerdings gibt es im Überlappungsbereich auch Kreuzungen aus beiden Unterarten.

Verbreitung

Verbreitung Coenonympha gardetta

Das Alpen-Wiesenvögelchen kommt nur in den Alpen vor.

© Die Verbreitungskarte wurden im Rahmen des LepiDiv-Projektes erstellt und von der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zur Verfügung gestellt.


Ökologie

Die Falter sitzen mit geschlossenen Flügeln meist auf kahlen oder steinigen sonnigen Stellen. Dazu richten sie ihre Flügelunterseiten direkt zur Sonne und sitzen dadurch sehr schräg. Nur morgens oder bei schlechtem Wetter sitzen sie im Gras oder auf Blättern an Büschen. Die Tiere fliegen jährlich in einer Generation von Juli bis August.

Die Nahrungspflanze der Raupen sind verschiedene Gräser wie etwa Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) und Italienisches Raygras (Lolium multiflorum).

Gefährdung

Der Falter ist natürlicherweise in Deutschland sehr selten.

Lebensraum

Das Alpen-Wiesenvögelchen kommt sehr lokal im Alpenraum vor und fliegt dort auf Alpenmatten bzw. alpinen Wiesen.

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Schnellzugriff

Kenndaten

Ordnung Lepidoptera
Familie Nymphalidae
Art Alpen-Wiesenvögelchen
Wiss. Coenonympha gardetta
Autor (DE Prunner, 1798)
Rote Liste D R
Häufigkeit sehr selten

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Tagfalter in Deutschland


Online: http://www.deutschlands-natur.de/tierarten/tagfalter/alpen-wiesenvoegelchen/
Datum: 27.05.2017
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