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Phytocoris varipes

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Phytocoris varipes

Für die Weichwanzenart Phytocoris varipes hat sich noch kein deutscher Name eingebürgert.

Die Wanzen werden 5,7 bis 7,4 Millimeter lang. Die Arten der Gattung Phytocoris sind auf Grund ihrer langen Schenkel (Femora) der Hinterbeine und dem langen ersten Fühlerglied erkennbar. Nur Miridius quadrivirgatus besitzt diese Merkmale ebenfalls. Phytocoris varipes hat eine variable Grundfarbe, die von blass rosa-braun bis rotbraun reicht. Auf der Körperoberseite ist eine Zeichnung aus länglichen Flecken ausgebildet. Die Härchen am ersten Fühlerglied sind kürzer als die Fühler breit sind. Die Art sieht Phytocoris ulmi sehr ähnlich, diese Art ist aber gleichmäßiger gemustert und hat außerdem ein dünneres erstes Fühlerglied, welches länger behaart ist.

Die Art ist nicht anhand von äußeren Merkmalen von Phytocoris insignis unterscheidbar. Die Männchen sind adult voll geflügelt (makropter), die Weibchen treten makropter oder mit verkürzten (brachypteren) Hemielytren auf.

Verbreitung

Phytocoris varipes ist in ganz Deutschland verbreitet und meistens häufig.

Ökologie

Phytocoris varipes lebt an verschiedenen krautigen Pflanzen und Gräsern und saugen vor allem an den Blüten und unreifen Früchten, sind aber zoophytophag, möglicherweise allerdings überwiegend phytophag. Ob die Wanzen an allen Pflanzenarten, an denen sie gefunden wurden, auch saugen ist, nicht bekannt.

Zu den potentiellen Wirtspflanzen zählen diverse Korbblütler (Asteraceae) wie Schafgarben (Achillea), Flockenblumen (Centaurea), Kamillen (Matricaria) und Artemisia, Hülsenfrüchtler (Fabaceae) wie Klee (Trifolium), Hauhecheln (Ononis), Platterbsen (Lathyrus), Besenginster (Cytisus scoparius) und auch Ampfer (Rumex) aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae), Labkräuter (Galium) aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und Süßgräser (Poaceae) wie Lieschgräser (Phleum) oder Trespen (Bromus).

Die Eiablage wurde bisher an den Stängeln von Gemeiner Schafgarbe (Achillea millefolium) beobachtet. Die adulten Wanzen treten ab Anfang Juni, selten auch schon ab Juni auf. Die Paarung und Eiablage erfolgt im Juli und August und die Imagines sterben im Lauf des Oktobers.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Lebensraum

Besiedelt wird die Krautschicht trockener, warmer, offener Lebensräume.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

Typische Lebensräume

Bergwiesen
Bergwiesen

Bunte Blumenwiesen in hohen Lagen der Mittelgebirge und Alpen ...

Kalkfelskuppen und -bänder mit Pioniergesellschaften
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Bunte Pioniervegetation auf Felsen und Rohböden ...

Kontinentale Federgras-Steppenrasen
Kontinentale Federgras-Steppenrasen

Steppenlebensräume wärmebegünstigten, sommertrockenen Gebieten in Deutschland ...

Lückige Rasen auf basenreichen Graudünen und im Binnenland
Lückige Rasen auf basenreichen Graudünen und im Binnenland

Bunte Naturrasen auf kalkreichen Sanden ...

Mäßig trockene Ruderalflächen mit Wilder Möhre und Steinklee
Mäßig trockene Ruderalflächen mit Wilder Möhre und Steinklee

Der unbeachtete Kleinbiotop in Städten und Dörfern ...

Pfeifengraswiesen
Pfeifengraswiesen

Oft arten- und blütenreiche Wiesen auf feuchtem Untergrund ...

Trockene Borstgrasrasen des Flachlandes und der Mittelgebirge
Trockene Borstgrasrasen des Flachlandes und der Mittelgebirge

2Ebenso karge, wie artenreiche Viehweiden der Mittelgebirge ...

Trockene Heiden der Mittelgebirge mit Beständen der Besenheide
Trockene Heiden der Mittelgebirge mit Beständen der Besenheide

Heidelandschaften auf kargen und sauren Böden ...

Wacholderheiden auf basischem Untergrund
Wacholderheiden auf basischem Untergrund

Wacholderheiden als Relikt traditioneller Weidenutzung ...

Ökologisch bewirtschaftete Hackfruchtäcker und ihre Wildkräuter
Ökologisch bewirtschaftete Hackfruchtäcker und ihre Wildkräuter

Wildkräuter auf Hackfruchtäckern ...



Weitere Lebensräume

Gärten
Gärten

Ort der Entspannung und Spender wertvoller Lebensmittel ...

Küsten- und Binnendünen mit Besenheide und Ginster
Küsten- und Binnendünen mit Besenheide und Ginster

Heidelandschaften auf sandigem Untergrund ...

Ökologisch bewirtschaftete kalkarme Getreideäcker mit ihren Wildkräutern
Ökologisch bewirtschaftete kalkarme Getreideäcker mit ihren Wildkräutern

Wertvolle, gefährdete Kulturbiotope in der Agrarlandschaft ...

Pestwurzfluren an Ufern von Mittelgebirgsbächen und -flüssen
Pestwurzfluren an Ufern von Mittelgebirgsbächen und -flüssen

Großblättrige Pflanzenbestände entlang von Flüssen ...

Schwermetallrasen mit Galmei-Veilchen
Schwermetallrasen mit Galmei-Veilchen

Relikte alter Erzabbaustellen, die von der Natur erobert werden ...

Silikat- und Blockschutthalden der Mittelgebirge und des Flachlandes
Silikat- und Blockschutthalden der Mittelgebirge und des Flachlandes

Warme Extremstandorte in den Mittelgebirgen ...

Silikatfelsen mit Pioniergesellschaften
Silikatfelsen mit Pioniergesellschaften

Warme und exponierte Extremstandorte ...

Streuobstwiesen
Streuobstwiesen

Wertvoller Lebensraum und Obstlieferant zugleich ...

Sümpfe und Feuchtwiesen mit Sumpfdotterblume
Sümpfe und Feuchtwiesen mit Sumpfdotterblume

Blumenmeer auf extensiven, nassen Wiesen ...

Weinberge und ihre Brachen
Weinberge und ihre Brachen

Wärmeinseln und altes Kulturland ...


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Kenndaten

Ordnung Heteroptera
Familie Miridae
Art
Wiss. Phytocoris varipes
Autor Boheman, 1852
Rote Liste D -
Häufigkeit häufig
Länge 0.57 - 0.74 cm

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

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Wanzen in Deutschland


Online: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/wanzen/phytocoris-varipes/
Datum: 25.05.2024
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