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Parkanlagen

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Parkanlagen

Parkanlagen sind nicht nur für den Menschen der sie angelegt hat eine Bereicherung, sondern können auch für die heimische Natur einen Lebensraum bieten. Vor allem das Strukur und Artenreichtum in Parks kann für die Vogel und Insektenwelt sehr interessant sein, vorrausgesetzt sie sind naturnah gestaltet und auf Pestizideinsatz wird verzichtet.

Zahlreiche Vogelarten können in unterschiedlichen Habitaten ihre Nistplätze anlegen - von der Spechthöhle im alten Baum, über das Amselnest im Laubbaum bis zum Zaunkönignest im niedrigen Strauch.

Zahlreiche Blütenpflanzen dienen Insekten als Nektarspflanze und wenn ein Teich im Garten ist, kommen Wasserinsekten wie Libellen hinzu. Frösche, Kröten und Fische können sich dort ebenfalls einstellen, auch wenn es oft nur wenige Arten sind, weil Teiche in Parkanlagen meistens sehr stark durch Nährstoffeintrag beeinträchtigt sind.

Man muss jedoch betonen, dass es sich insgesamt meistens um die verbreiteten Tier- und Pflanzenarten handelt, welche also auch sonst in Deutschland noch häufig und verbreitet sind. Seltene und gefährdete Arten mit hohen Ansprüchen an Habitatstrukturen finden auch in Parkanlagen meistens keine geeigneten Habitate.

Bildergalerie von typischen Pflanzenarten in diesem Lebensraum

Eberesche

Verbreitung

Parkanlagen findet man in fast jeder größeren Stadt.

Gefährdung

Um die Biologische Vielfalt in Parks und Grünflächen zu schützen muss man gute Bedingungen für Tiere und Pflanzen schaffen. Je mehr Wildnis man zulässt, umso besser ist es für unsere heimischen Arten. Bei Insekten ist zu beachten, dass nicht alle Pflanzen von unseren heimischen Insekten genutzt werden können. Manche "Hochzuchtpflanzen" oder gefüllte Blüten fallen als Nektarquelle für unsere Bienen aus. Wiesen können beispielsweise nur Abschnittsweise gemäht werden, so dass immer Blütenpflanzen zur Verfügung stehen. Auf Pestizide sollte generell verzichtet werden.

Tagfalter in diesem Lebensraum

Typische Arten

Karstweißling
(Pieris mannii)

Ein Zuwanderer unter den Weißlingen mit Hauptverbreitung im Mittelmeergebiet.

Kleiner Kohlweißling
(Pieris rapae)

Ein mittelgroßer Weißling mit Vorliebe für Kohlarten

Rapsweißling
(Pieris napi)

Der häufigste Weißling unter Deutschlands Tagfaltern



Weitere Arten

Admiral
(Vanessa atalanta)

Einer unser schönsten großen Tagfalter

Aurorafalter
(Anthocharis cardamines)

Ein Frühlingsbote mit leuchtend orangenen Flecken

Brauner Feuerfalter, Schwefelvögelchen
(Lycaena tityrus)

Bräunlicher Feuerfalter mit Vorliebe für sauren Ampfer

Distelfalter
(Vanessa cardui)

Der Wanderfalter unter Alpenüberquerer unter unseren Tagfaltern

Faulbaum-Bläuling
(Celastrina argiolus)

Ein früh fliegender Bläuling unserer Laubwälder

Großer Kohlweißling
(Pieris brassicae)

Ein großer weißer Schmetterling mit Vorliebe für Kohlpflanzen

Großer Wanderbläuling
(Lampides boeticus)

Ein seltener Besucher aus dem Mittelmeergebiet

Großes Ochsenauge
(Maniola jurtina)

Ein häufiger Falter mit Augenfleck auf Wiesen und Säumen

Kleiner Feuerfalter
(Lycaena phlaeas)

Der kleinste und häufigste Feuerfalter in unserer Fauna

Kleiner Fuchs
(Aglais urticae)

4Ein Fuchs unter unteren heimischen Tagfaltern

Kleiner Perlmutterfalter
(Issoria lathonia)

Ein wanderfreudiger Perlmutterfalter, der auch in extensiven Agrarlandschaften sein Zuhause hat

Kleines Wiesenvögelchen
(Coenonympha pamphilus)

Einer unserer häufigsten Falter in Graslebensräumen - das Kleine Wiesenvögelchen

Kurzschwänziger Bläuling
(Cupido argiades)

Einer kleiner Bläuling mit großer Ausbreitungsfreude

Landkärtchen
(Araschnia levana)

Der einheimische Tagfalter mit den zwei Gesichtern

Malven-Dickkopffalter
(Carcharodus alceae)

Ein wärmeliebender und unscheinbarer Dickkopffalter

Postillon, Wander-Gelbling
(Colias croceus)

Ein wanderfreudiger, gelber Falter

Schornsteinfeger
(Aphantopus hyperantus)

Der unscheinbare Tagfalter an Wald- und Wegesrand

Tagpfauenauge
(Inachis io)

Einer der schönsten Tagfalter Deutschlands

Trauermantel
(Nymphalis antiopa)

Wunderschöner großer Tagfalter auf Waldwiesen, Waldrändern und in Bachtälern

Ulmen-Zipfelfalter
(Satyrium w-album)

Der Zipfelfalter mit dem markanten W auf den Hinterflügeln

Zitronenfalter
(Gonepteryx rhamni)

Langlebiger Frühlingsbote, der harten Wintern trotzt


Fliegen in diesem Lebensraum

Amphibien & Reptilien in diesem Lebensraum

Orchideen in diesem Lebensraum

Säugetiere in diesem Lebensraum

Heuschrecken in diesem Lebensraum

Wanzen in diesem Lebensraum

Typische Arten

Beerenwanze
(Dolycoris baccarum)

Eine häufige Wanze mit deutlicher Behaarung

Birkenwanze
(Kleidocerys resedae)

Eine kleine Wanzenart auf Birken

Gemeine Feuerwanze
(Pyrrhocoris apterus)

Auffällige und gesellige rote Wanze an Linden und sonstigen Malvengewächsen

Rotbeinige Baumwanze
(Pentatoma rufipes)

Eine große Baumwanze mit kräftigem Halsschild



Weitere Arten

(Tingis cardui)

Eine auffällige, aber winzige Wanze an Kratzdisteln

Bunte Blattwanze
(Elasmostethus interstinctus)

Bunte und häufige Wanze auf Birkenblättern

Fleckige Brutwanze
(Elasmucha grisea)

Fürsorgliche Wanzenart auf Birken und Erlen

Gemeine Bodenwanze
(Rhyparochromus vulgaris)

Bräunliche Wanze auf der Bodenoberfläche

Gemeine Wiesenwanze
(Lygus pratensis)

Häufige Wanzenart in vielen warmen Lebensräumen

Geringelte Mordwanze
(Rhynocoris annulatus)

Auffällige, große und schwarz-rot geringelte Wanzenart

Grasweichwanze
(Notostira elongata)

Häufige Weichwanze in grasigen Lebensräumen

Grüne Stinkwanze
(Palomena prasina)

Häufige grüne Wanze auf Sträuchern und Bäumen

Kohlwanze
(Eurydema oleracea)

Eine kleine Wanze mit charakteristischem schwarz-weißen bis schwarz-rotem Muster

Nördliche Fruchtwanze
(Carpocoris fuscispinus)

Kanntige Wanze auf Blüten

Rote Weichwanze
(Deraeocoris ruber)

Eine kleine Wanze mit variabler Rotfärbung

Wacholder-Randwanze
(Gonocerus juniperi)

Eine typische Wanzernart von Wacholderheiden in Süddeutschland

Winzige Blumenwanze
(Orius minutus)

Winziger Nützling auf Blüten

Wipfel-Stachelwanze
(Acanthosoma haemorrhoidale)

Leuchtend rot-grüne Wanze in Laubwäldern und an Waldränder

Zweizähnige Dornwanze
(Picromerus bidens)

Häufiger Schädlingsvertilger mit spitzen Halsschildecken


Referenzlisten:

Natura2000: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

EUNIS 2021/22: European Nature Information System (EUNIS; deutsch Europäisches Naturinformationssystem). EUNIS marine habitat classification (Updated version March 2022), EUNIS terrestrial classification (Updated 2021)

EuroVegChecklist: Bergmeier E. (2020) & Mucina et al. (2016)

Bergmeier E. (2020): Die Vegetation Deutschlands – eine vergleichende Übersicht der Klassen, Ordnungen und Verbände auf Grundlage der EuroVegChecklist. Tuexenia 40: 19–32.

Mucina L., H. Bültmann, K. Dierßen, J.-P. Theurillat, T. Raus, A. C arni, K. Š umberová, W. Willner, J. Dengler, R. Gavilán García, M. Chytrý, M. Hájek, R. Di Pietro, D. Iakushenko, J. Pallas, F.J.A. Daniëls, E. Bergmeier, A. Santos Guerra, N. Ermakov, M. Valachovic , J.H.J. Schaminée, T. Lysenko, Y.P. Didukh, S. Pignatti, J.S. Rodwell, J. Capelo, H.E. Weber, A. Solomeshch, P. Dimopoulos, C. Aguiar, S.M. Hennekens & L. Tichý (2016): Vegetation of Europe: hierarchical floristic classification system of vascular plant, bryophyte, lichen, and algal communities. Applied Vegetation Science, Vol. 19, Supplement 1: 1-264.

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, 6. Aufl., Stuttgart: 1357 S.

Delarze R., Gonseth Y., Eggenberg S., Vust M. (2015): Lebensräume der Schweiz. Ökologie - Gefährdung - Kennarten. 3. Auflage 2015. 456 Seiten.

Finck, P., Heinze, S., Raths, U., Riecken, U., Ssymank, A. (2017): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands – dritte fortgeschriebene Fassung 2017. Naturschutz und Biologische Vielfalt 156, 460 S.

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Referenzlisten

Bezüge zu anderen Listen:
Ellenberg & Leuschner (2010)
Finck et al. (2017) 51.03
EUNIS 2021/22 V21, V23, V314
EuroVeg-Checklist
Delarze et al. (2015)
Natura 2000
Häufigkeit sehr häufig

Höhenverbreitung


Online: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/anthropogen/staedtische-gruenflaechen/
Datum: 14.04.2024
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