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Langflügelige Schwertschrecke (Conocephalus fuscus)

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Langflügelige Schwertschrecke (Conocephalus fuscus)

Die Langflügligen Schwertschrecken werden 12 bis 17 Millimeter lang. Sie haben eine hellgrüne Körperfarbe und einen braunen, hell gesäumten Rücken. Die Fühler sind etwa dreimal so lang wie der Körper. Die Flügel sind sehr schmal und lang, sie überragen in Ruhelage die Hinterknie. Die Weibchen haben eine sehr lange und fast gerade Legeröhre (Ovipositor), die annähernd die Länge des Hinterleibs hat. Die Cerci der Männchen sind nahezu gerade und weisen in der Nähe der Spitze jeweils ein nach innen stehendes Zähnchen auf.

Die Larven sind denen der Kurzflügligen Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis) sehr ähnlich und haben ebenso wie diese einen scharf begrenzten, schwarzen Längsstreifen am Rücken.

Verbreitung

Verbreitung Conocephalus fuscus

In Deutschland reichte früher das Verbreitungsgebiet der Langflügligen Schwertschrecke bis etwa an den Main, in den zurückliegenden Jahren zeigt sie eine Expansion nach Norden. Aus den vergangenen Jahren gibt es zahlreiche Funde großer und stabiler Populationen weit nördlich des Mains, so in Ostbrandenburg, in Niedersachsen bis an die Unterelbe und im Raum Hannover und in Westfalen etwa bis zur Ems. Heute ist sie im norddeutschen Flachland weit verbreitet, meidet aber die Mittelgebirge. Im Ruhrgebiet zählt sie, bereits kurze Zeit nach der Ersteinwanderung, zu den häufigsten Heuschreckenarten.

© Verbreitungskarte. Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie e.V. (DGfO)


Ökologie

Die Tiere ernähren sich sowohl von Gräsern und Pflanzen als auch von kleineren Insekten, wie etwa Blattläusen oder Schmetterlingsraupen. Die Weibchen legen ihre schmalen, weißlich gefärbten Eier einzeln in Pflanzenstängel von Binsen, Schilf, Disteln oder Seggent. Nach einem Winter schlüpfen die Larven im Mai und durchlaufen 6 Stadien. Gelegentlich wird zuerst ein Loch eingebissen, in das der Legebohrer gesteckt wird.

Gefährdung

Die Art ist nicht gefährdet.

Besonderheiten

 Bei Gefahr drückt sich Conocephalus fuscus senkrecht an lange Gras- oder Schilfhalme und wendet sich geschickt vom Beobachter (oder Fotografen) ab.

Lebensraum

Die Tiere leben auf sumpfigen Wiesen und an Gewässern auf Röhricht und Schilf. Oft findet man sie auch auf Ruderalflächen, besonders im Westen ihres Areals mit atlantischem Klima, wo in nassen Sommern auch abseits von Sumpfgebieten ihr hohes Feuchtebedürfnis gedeckt wird. Sie bevorzugen langgrasige Bestände und fehlen in kurzrasigen und oft gemähten Wiesen.

Lebensräume in denen die Art vorkommt

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Kenndaten

Ordnung Orthoptera
Familie Tettigoniidae
Art Langflügelige Schwertschrecke
Wiss. Conocephalus fuscus
Autor (Fabricius, 1793)
Rote Liste D -
Häufigkeit mittel
Länge 1.2 - 1.8 cm
Fauna heimisch

Auftreten im Jahr

J F M A M J J A S O N D

Höhenverbreitung

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Heuschrecken in Deutschland


Online: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/langfluegelige-schwertschrecke/
Datum: 18.09.2020
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